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Meine 3 goldenen Börsenregeln!

Im Laufe der Jahre habe ich viele Regeln an der Börse kennengelernt. Viele davon stimmen, einigen kann ich nicht zustimmen. Je nachdem wer diese Regeln aufstellt, können diese völlig unterschiedlich sein. Sind es Trader, Investoren, Broker oder Banken? Vielleicht sogar Analysten. Letztlich hat jeder andere Interessen und genauso unterschiedlich sind die Regeln.

Ich bin letztlich zu dem Ergebnis gekommen, dass für mich 3 essenzielle Regeln immer gelten. Diese 3 möchte ich heute gerne mit euch teilen. Und eines kann ich euch versichern, ich stehe in keinerlei Interessenskonflikt, wenn ich euch meine Regeln erläutere.

Börsen Regeln

Regel 1: Schütze dein Kapital

Diese Regel findet man ja praktisch in jedem Börsenhandbuch. Ich bin aber der Meinung diese Regel wird falsch interpretiert oder zumindest auch von vielen Marktteilnehmern wie Brokern falsch vermittelt. Broker scheinen zumeist die Trader davon überzeugen zu wollen wie essenziell wichtig es ist mit Stop Loss Ordern zu arbeiten, um sein Kapital möglichst maximal zu schützen. Grundsätzlich stimmt es zwar, aber ich bin kein Freund von Stop Loss Ordern die im Markt platziert werden. Empfohlen wird natürlich auch meist die Orders genau unter Widerständen zu legen weil man davon ausgehen muss, wenn der Wiederstand gebrochen wird, fällt der Kurs weiter.

Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Kennst du vielleicht nicht allzu häufig die Situation, der Stop wird ausgelöst und kurz danach dreht der Kurs? Wenn man an der Börse Geld investiert, so bin ich der Meinung, muss man seine Positionen stets im Blick halten. Wer sich gedankliche Stop Loss Orders setzt und dies dann auch diszipliniert umsetzt ist meiner Meinung nach besser dran als mit stumpfen, festen Stop Ordern. Jede Marktlage und jede Aktie erfordert eine individuelle Einschätzung zum Zeitpunkt der Korrektur. Hochs und Widerstände sagen meiner Meinung nach nichts über die Vitalität eines Unternehmens aus. Deshalb sollte man von zu kurzen Zeiteinheiten als nebenberuflicher Trader ohnehin die Finger lassen.

Kapital schützen bedeutet für mich den Markt und seine Aktien im Blick zu haben. Mit gedanklichen Stops zu arbeiten und diese dann nach Bewertung auch diszipliniert umzusetzen. Emotionen müssen vollkommen aus dem Handeln genommen werden. Auch eine „Liebe“ zu einem Unternehmen oder dessen Produkte hilft hier nicht. Eine Tradingentscheidung muss einzig und allein aus einer Analyse die jeder für sich machen muss gefällt werden. Wem dies zu viel Arbeit ist, kann ich nur raten nicht stattdessen Antworten bei Analysten und Brokern zu suchen. Für den ist der Handel mit Wertpapieren dann nicht geeignet, da er im Zweifel sein Kapital nicht wie erforderlich schützen kann.

Regel 2: Investiere überwiegend langfristig

Trading ist spannend. Ich weiß. Und ohne Trading einfach stumpf in ETF Investieren macht dir keinen Spaß? Auch wenn du es schon zig mal gehört hast, im Schlaf wird das Geld nachweislich an der Börse verdient. An dieser Weisheit ist wirklich viel dran. Trading kann aber meiner Erfahrung nach eine Art Renditeschub ins Depot bringen. Wichtig ist aber, dass man den Anteil des Tradings auch an die einem zur Verfügung stehende Zeit anpasst. Wer den ganzen Tag sich mit dem Trading auf kurzfristigen Zeitebenen beschäftigen kann, der wird auch hiermit erfolgreich sein. Wer das aber nicht kann, sollte den Anteil des Depots welches für Trading verwendet wird möglichst gering halten.

Ich halte es so, dass ich nur mit einem geringen Teil, max. 25 % – aber eher weniger, kurzfristig trade. Damit meine ich aber mindestens im Tageschart. Positionen halte ich dann über Tage oder wenige Wochen. In meinem Handelsstil hat es den gewissen Kick im Depot in Bezug auf die Rendite gegeben und der Börsenalltag erschien mit nicht zu öde. Vielleicht geht es euch ja ebenso, dass stupides Buy & Hold euch einfach zu langweilig ist. Dann fallt aber nicht auf die Versprechungen der Broker und Youtuber rein. Mit Forex in wenigen Wochen zur erst Millionen:-). Wenn ihr seit einiger Zeit youtube Videos über Börse und Finanzen schaut, werdet ihr die einschlägigen Werbevideos mit geliehenen Lambhorgini, der unechten Rolex und schlechtem Deutsch kennen.

Schnell reich gibt es an der Börse nicht! Börse ist Arbeit und das gemeine ist, man muss auch mit Verlusten leben können. Es gibt niemanden, der erfolgreich an der Börse ist und keine Verluste hat. Das gehört einfach dazu. Entscheidend ist, dass man öfter gewinnt, als verliert und dabei ein konsequentes und emotionsloses Money-Management führt.

Fakt ist, die größten Erfolge verbuche ich nach wie vor mit meinen langfristigen Investitionen. Deshalb ist das kurzfristigere Traden nur eine Art Beimischung zur Gesamtrendite.

Regel 3: Handel nur mit eigenem Geld und verzichte auf zu hohe Hebel

Auch das wird dir kaum ein CFD Broker sagen, aber zu hohe Hebel schrotten dein Konto. Schneller als einem lieb ist. Vor allem als Anfänger ist es verlockend. Vielleicht machst du sogar die ersten Gewinne und rechnest schon im Kopf nach was dabei rauskommt, wenn du das jeden Tag machst. Und schon bist du in deinen Träumen reich. Leider auch nur in deinen Träumen, denn mal ehrlich – es würde doch jeder machen, wenn es so einfach wäre.

Ich will nicht behaupten es gibt keine erfolgreichen Daytrader die mit hohen Hebel viel Geld verdienen. Aber auch die wurden es nicht über Nacht und dahinter steckt jahrelange Erfahrung, Talent zur Informationssondierung und eine mentale Stabilität.

Ich kann nur davon abraten mit Hebeln zu starten. Investiere nur Kapital was du besitzt und worauf du kurzfristig nicht zugreifen musst. Wenn du mit hebeln arbeitest, leihst du dir faktisch schon Geld um zu handeln. Ich selbe handel ab und an mit Zertifikaten aber achte immer darauf das der Hebel gering ist. Höher als einen Hebel von 3 bis 4 handel ich nie. Eher noch geringer.

Fazit

Das sind sie meine goldenen Regeln. Ich bin überwiegend langfristig investiert und nutze das Traden um an der Börse etwas aktiver zu sein und meinem Depot einen Renditeschub zu geben. Ich arbeite nicht mit Stop Loss Order, sondern beobachte den Markt kontinuierlich und habe natürlich gedankliche Stop Grenzen. Und zu guter Letzt verzichte ich weitestgehend auf den Handel mit Hebeln. Ich kaufe zu 99 % Aktien, und zwar von Geld welches mir nicht nur gehört, sondern auf das ich derzeit nicht zugreifen muss.

Welche Regeln habt ihr für euch festgelegt? Lasst mir gerne einen Kommentar da.

Kapitalistische Grüße

Dirk

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