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Durch Sparen ein Vermögen aufbauen – geht das?

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SparenGeht das überhaupt? Grundsätzlich schon, es kommt auf das Einkommen und die Sparrate an. Vielmehr Sinn macht aber das Ersparte in Aktien oder ETFs zu investieren um das Vermögen überproportional wachsen zu lassen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten zu sparen. Zum einen kann man die Einnahmeseite erhöhen indem man mehr arbeitet oder sich eine weitere Einkommensquelle aufbaut. Zum anderen ist es aber auch möglich sich die Ausgabenseite mal genauer an zu schauen.

Ich glaube, dass die meisten Leute ein paar sehr leicht vermeidbare Fehler begehen, wenn Sie mit dem Sparen beginnen. Vielmehr noch, wenn man sich an ein paar kleine Regeln hält, fällt das sparen nicht nur leichter. Man merkt es fast noch nicht einmal. Ich meine damit man muss am Ende vielleicht nicht einmal wirklich Verzicht üben!

Man muss seine Ein und Ausgaben kennen

Das muss zu aller Anfang geklärt sein. Wer nicht weiß wie viel er einnimmt oder ausgibt, der kann nicht sinnvoll sparen. Du musst Dir also erst einmal aufschreiben, welche Einnahmen Du hast.
Das können zum Beispiel sein:
– Gehalt aus Arbeit
– Kindergeld
– Mieteinnahmen
usw.

Das ist meist recht schnell erledigt, denn die meisten von uns werden nicht mehr als 5 Einnahmequellen haben. Anders sieht es auf der Ausgabenseite aus. Schreibe alles auf, exemplarisch für einen Monat, was von Deinen Einnahmen abgeht.
– Miete
– Strom
– Heizung
– Telefon und Internet
– Versicherungen
– Unterhalt
usw.

wikifolio Depot

Du brauchst einen wirklich detaillierten Überblick. Behilflich dabei kann auch eine App sein. Ich empfehle an der Stelle zum Beispiel die APP Finanzblick von Buhl. Die App kategorisiert ziemlich gut automatisch alle Ein- und Ausgaben vom Konto. Damit kann man schon mal 90 % erledigen. Hinzu kommen dann noch Deine Barausgaben, die man auch mal einen Monat per App erfassen kann. Manch einer wird sich wundern, wo viel Geld hinfließt.

Am Ende der Übung hat man einen ziemlich genauen Überblick davon wohin die Geldströme jeden Monat fließen. Das ist Grundvoraussetzung für den nächsten Schritt.

Geld sparen

Kleinvieh was Mist macht identifizieren

Oft sind es die Kleinen aber immer wiederkehrenden Ausgaben, die am Ende einen nicht erahnten Wert ausmachen. Ein Beispiel:
Du kaufst Dir morgens auf dem Weg zur Arbeit gerne einen Coffee to Go an der nächsten Ecke. Preis pro Kaffee: 1,50 Euro. Jetzt rechnen wir den vermeintlich günstigen Kaffee mal hoch:

Die Arbeitswoche hat 5 Tage = 1,50 € x 5 = 7,50 €
Der Monat hat im Schnitt 22 Arbeitstage = 33 €
Das Jahr hat im Schnitt ca. 220 Arbeitstage = 330 €

Wenn man das mal 10 Jahre macht, hat man stolze 3330 € für Kaffee im Becher ausgegeben.

Verstehe mich nicht falsch, ich will hier keinem den morgendlichen Kaffee vermiesen, an dieser Stelle geht es nur darum Ausgaben zu ermitteln, die auf den ersten Blick gering erscheinen aber durch Ihre Regelmäßigkeit eine doch recht große Summe ergeben. Wenn man aber bedenkt, dass ein Monatsbeitrag im Fitnessstudio für unter 20 Euro zu haben ist und es selbst hier Leute gibt, die das als zu teuer erachten, dagegen klingt für mich 33 € für Kaffee schon ziemlich happig, oder?

Wenn man in seinen Ausgaben also solche Positionen finden kann, sollte man diese separat aufführen und mal im Einzelnen durchgehen was hiervon Sinn macht und was nicht. Damit sind wir nämlich beim nächsten und aus meiner Sicht sehr wichtigen Punkt.

Sparen darf nicht zur Qual werden

Wir sind sicherlich nicht auf Erden um auf alles zu verzichten. Im Gegenteil, wir müssen unser Leben genießen und gerade Belohnen gehört dazu. Wozu sonst die ganze Arbeit. Die meisten schaffen es nie mit dem Sparen, weil sie aus meiner Sicht sprichwörtlich am „falschen Ende sparen“. Die meisten sparen wirklich falsch!

Die 1,2,3 Bewertung der Ausgaben

Wenn Du nun Deine Ein und Ausgaben aufgelistet hast, dann schaue Dir die Liste an und bewerte die Ausgaben. Für mich hat sich ein kleines Notensystem bewährt, bestehend nur aus den Noten 1,2 und 3.

1 steht für sehr wichtig
2 mittel wichtig
3 unwichtig

Die Reduzierung auf 3 Noten wird Dich etwas mehr dazu zwingen eine vielleicht nicht so sichere Position klarer zu bewerten.
Wenn Du nun für jede Ausgabe Deine Note vergeben hast, dann schreibe nur die „3“ benoteten Punkte wieder auf eine Liste.

Es ist selbstredend, dass zum Beispiel die Miete für die Wohnung mit „1“ benotet wird aber alle Punkte rund um Freizeit und Belohnung kann man mal kritisch beäugen. Ach so, wenn Dir der Kaffee am Morgen sehr wichtig ist, dann bewerte ihn auch so. Zum Beispiel mit einer „1“. Das ist völlig in Ordnung, denn wenn Du darauf verzichtest, obwohl er Dir wichtig ist, beginnt an der Stelle genau die „Qual“ und daran wird das Sparvorhaben auf kurz oder lang scheitern.

Die mit „3“ benoteten Punkte können sehr wahrscheinlich schon als eindeutige Sparpotenziale kategorisiert werden und ich bin mir sicher das da bei jedem von uns schon was zusammenkommt, zumindest wenn man sich vorher noch nie damit so auseinandergesetzt hat.

Die Wackelkandidaten (Note 2)

Nun schau Dir die mit „2“ benoteten Punkte, also die von Dir als mittel wichtig eingestuften Ausgaben, etwas genauer an. Zum einen könntest Du überlegen, ob hier vielleicht aus dem einen oder anderen noch eine „3“ wird oder aber Du hältst mal nach Kompromissen Ausschau. He? Was meint er jetzt damit?…

Nehmen wir wieder das Beispiel Coffee to Go. „Ich will nicht auf meinen Kaffee verzichten, aber 33 € im Monat erscheint mir schon sehr hoch“.

Könnte ich auch zukünftig meinen Kaffee morgens schnell selber machen? Vielleicht mit einer der unzähligen Pad-Maschinen? Dazu kaufe ich mir noch einen To-Go Becher, den man immer verwenden kann und ich schone nicht nur meinen Geldbeutel, sondern sogar die Umwelt. Ein Pad Kaffee kostet im Schnitt 15ct, macht bei 22 Arbeitstagen 3,30 € – 90 % Sparpotenzial gegenüber 33 Euro.

Das soll nur ein Beispiel dafür sein wie man mit dem Finden eines Kompromisses umgehen könnte.

Die Champions (Note 1) wirklich alle wichtig?

Ja natürlich, grundsätzlich gehe ich davon aus, dass Du die Note „1“ nur vergeben hast, wenn etwas sehr wichtig ist. Wie zum Beispiel die Miete. Aber schauen wir uns die Punkte trotzdem nochmal genauer an. Einfach nur um ein Gefühl dafür zu bekommen. Natürlich ist die Miete wichtig, und die muss auch bezahlt werden, aber brauche ich wirklich die Wohnung, die ich habe? Sind 90 m² nicht doch zu groß für mich alleine? Du merkst worauf ich hinaus will. Schau einfach mal genauer hin und ändere NUR etwas, wenn Du auch 100 % dahinter stehst.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit der Strategie wie ich an die Sache mit dem Sparen ran gehe etwas helfen einen Einstieg zu finden oder Deine eigene Methode um etwas Input zu erweitern. Am Wichtigsten ist, das man anfängt. Egal wie, man muss sich um seine finanzielle Freiheit selber kümmern. Wenn Du sparen kannst, versuche regelmäßige Beträge in ein diversifiziertes Aktiendepot oder in ETFs zu investieren. Das bringt Dir historisch gesehen sehr gute Renditen.

Kapitalistischen Grüße

Dirk

 

Kommentare

1
  • comment-avatar

    Ich habe als Kind schon gelernt: „wer den Pfennig nicht ehrt…“ – Das Sprichwort kennst Du sicher auch. Und Dein Beitrag zielt ja in die gleiche Richtung. Das finde ich gut. Vielen Dank für die Tipps und Anregungen!

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