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Dividende 2020: Wer zahlt und wer nicht?

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Die Berichtssaison für das abgelaufene Jahr 2019 beginnt und viele Anleger erwarten mit Spannung die Ergebnisse und Ankündigungen der zu erwartenden Dividende. Aber dieses Jahr ist alles anders. Corona hat die Wirtschaft im Griff und auch wenn sich die Dividende auf das Jahr 2019 bezieht, befürchten die meisten Anleger dieses Jahr leer auszugehen.

Dividendenzahlung

Die Befürchtung ist berechtigt. Beinahe täglich verkünden Unternehmen, dass die Hauptversammlungen verschoben werden und teilweise gibt es auch schon Meldungen über das Aussetzen der Dividendenzahlung. Aber auch ein paar positive Meldungen rund um die Dividenden gibt es dieser Tage. Ich habe mir mal ein paar Deutsche Dividendenzahler angesehen und wo dieses Jahr eine Dividende zu erwarten ist und wo nicht.

Wer zahlt, wer nicht?

BMW zahlt und hat seine Hauptversammlung auf den 14. Mai verlegt. Die 100. HV des Autoherstellers findet ohne Aktionäre statt. Stattdessen kann die Hauptversammlung über einen Internet Stream verfolgt werden. Stimmen können elektronisch und per Brief abgegeben werden. Vorab hat BMW schon gemeldet eine Dividende in Höhe von 2,50 € pro Stammaktie zahlen zu wollen.

Allianz zahlt ebenfalls. Die Aktionäre können sich auf der Hauptversammlung am 6. Mai über eine sehr ordentliche Dividende in Höhe von 9,60 pro Anteilsschein abstimmen.

Rheinmetall zahlt auch und hält an dem Dividendenvorschlag in Höhe von 2,40 € je Aktie fest. Die HV soll 2 Wochen später, am 19. Mai stattfinden.

wikifolio Depot

GEA beabsichtigt ebenfalls zu zahlen, und zwar eine Dividende in Höhe von 85 Cent/Aktie.

Eon zahlt auch und will die Dividende sogar bis 2022 jährlich um 5 % erhöhen. Das ist mal eine Ansage. Aber wen wundert es? Die Versorger sollten von der Krise nicht viel mit bekommen.

RWE, Heidelberg Cement, Covestro und Vonovia verschieben zwar Ihre Versammlungen und Dividendenauszahlungen, wollen aber nach derzeitigen Stand an einer Auszahlung festhalten.

Im Gegensatz dazu wurde kürzlich bekannt, dass die Unternehmen Puma, Commerzbank, Lufthansa und Deutsche Pfandbrief die Dividendenzahlung aussetzen wollen.

So what?

Sind wir mal ehrlich. Jeder weiß, jedes Investment egal welcher Art birgt Risiken. Vergleichen wir ein Ausfall an Dividende mit dem Zahlungsausfall anderer Investments, halte ich das Risiko bei Dividenden aus Aktieninvestments sogar für recht gering. Nehmen wir zum Vergleich ein Investment in eine Immobilie. Wie schnell ist ein Mieter mal mit Mieten im Rückstand? Dann heißt es unter Umständen lange, kostspielige Klagen denn der Schutz der Mieter ist in Deutschland sehr hoch. Die Hürden einer Räumungsklage trotz Mietausfälle gewaltig. Wenn man Pech hat, darf man nach erfolgreicher Klage noch hohe Renovierungskosten tragen. Das ist jetzt kein erfundenes Szenario, sondern exakt so im Freundeskreis vorgefallen. Der Freund war in diesem Fall der Vermieter. Er hat Immobilieninvestments im Anschluss den Rücken gekehrt.

Wie oft haben wir schon eine Situation wie die Jetzige? Es ist eher Ausnahmezustand an allen Fronten und das kann man als langfristig orientierter Investor durchstehen. Oder wie siehst Du das?

In diesem Sinne,

Bleib sparsam – Bleib gesund!
Kapitalistische Grüße
Dirk

Kommentare

2
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    Hallo Dirk,
    Dividendenkürzungen gehören in einer Krise quasi dazu … nur nicht verkaufen … und dazu … die Frage kaufen oder verkaufen stellt sich bei langfristigen Aktionären nicht … sie bleiben dem Unternehmen verbunden … auch in schlechten Zeiten … wer jetzt verkauft, hat seine Hausaufgaben vorher nicht gemacht … eine solche Krise kann halt passieren … dazu ist die Welt insgesamt mittlerweile zu sehr miteinander verwoben und dementsprechend „dünnhäutig“ …fragil …. da helfen nur solide Informationen wie beispielsweise die langfristige Entwicklung von Dividenden Z.B beim DAX … das hilft bei der (vorherigen) Einschätzung einer Aktie
    Schöne Grüße
    Uwe

  • comment-avatar

    Die private Geldanlage und Vorsorge ist in Corona-Zeiten nicht einfach,
    aber zugleich immens entscheidend. Die globale Pandemie hat gezeigt,
    wie schnell ganze Länder in die Rezession rutschen. Die Wahl der richtigen Anlageform ist daher
    entscheidend für Verfügbarkeit, Sicherheit und Vermögensaufbau.

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