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Der Corona Crash – Die grösste Chance der modernen Zivilisation?

Die Welt ist in Schockstarre – das Virus ist in allen Medien und in unserem Alltag angekommen. Die Börsen sind weltweit im Corona Crash Modus. Fast schon real time kann man die Ausbreitung verfolgen und wird rund um die Uhr mit Katastrophen Nachrichten versorgt. Es sterben Menschen. Nicht nur im weit entfernten China. Massive Sterbezahlen erreichen uns aus Italien, aber selbst Deutschland hat täglich mehr Tote zu beklagen. Ja – es sind zumeist alte Menschen oder jene mit Vorerkrankungen. Aber es betrifft uns Alle. Solidarität ist gefragt und das alltäglich rotierende Hamsterrad wurde binnen weniger Tage zum Stillstand gebracht. Wir haben nun mal Zeit zu reflektieren! Ist das alles so richtig was wir hier machen?

Corona Krise

Noch sind wir in der Krise und müssen diese erst bewältigen, aber ist es möglicherweise nicht nur einfach ein weiteres Mal wo die Natur uns zeigt, wer hier der Boss ist? Ist es womöglich die größte Chance der modernen Zivilisation mit Tabus zu brechen und Dinge radikal zu ändern?

Versteht mich nicht falsch. So schlimm das auch ist das weltweit viele tausende Menschen zu Tode kommen, als Optimist will ich in Allem versuchen die positiven Dinge nicht untergehen zu lassen. Frei nach dem Motto: Der Pessimist sieht in jeder Chance ein Problem, der Optimist hingegen sieht in jedem Problem auch eine Chance.

 

Was hat das nun mit Dividenden und Börse zu tun?

Ich meine eine ganze Menge. Beim Dividendenhai geht es darum zu zeigen wie man sich durch eine gute Auswahl von Unternehmen ein Dividendendepot aufbaut, um daraus einen passiven Einkommensstrom zu erzeugen. Warum? Um eine grösstmöglich finanzielle Freiheit zu erreichen. Finanzielle Freiheit bedeutet aber neben finanziell auch sonst frei zu sein. Es ist ganzheitlich. Zur Freiheit gehört auch beispielsweise gesund zu sein. Allem voran glücklich zu sein. Wenn man ansonsten nicht glücklich ist, nützt einem die finanzielle Freiheit herzlich wenig.

Die Chance den Gang raus zu nehmen

Wann kann man das schon? All jene die noch nicht finanziell frei sind, sind im täglichen Hamsterrad der Gesellschaft gefangen. Statt eine Auszeit nehmen zu können, um in Ruhe zu reflektieren, gehen wir 14 Tage im Urlaub oder erlernen Entspannungstechniken. Versuchen mit Freizeit und Bewegung Ausgleiche zu schaffen. Das ist alles richtig, dennoch kommt keiner mal so richtig runter. Oder hast Du im Urlaub am Strand schon mal über den Tod nachgedacht? Über Deine Gesundheit und was für Dich das Beste wäre um diese so lange wie möglich zu erhalten?

Stattdessen scheint sich das Rad immer schneller zu drehen. Keine Zeit mehr für ausgewogene Ernährung. Schnell das Fastfood zwischendurch und weiter strampeln. Ich selbst bin ein sehr leistungsorientierter Mensch. Kann selber kaum still sitzen aber ich muss sagen das ich in den letzten 2 Wochen viel gelernt habe. Der weltweite Shutdown der Wirtschaft und Gesellschaft hat Tag für Tag das Gas herausgenommen.

HamsterradZuerst wurden geplante Reisen von Geschäftspartnern abgesagt – no Visitor Policy während Corona. 3 Tage später war es schon schwierig Flüge zu buchen, weil viele Airlines Ihre Flugangebote drastisch eingestellt haben. Die Routen waren schlicht nicht mehr ausreichend gebucht. Auch wenn viele unsere Politik kritisieren, für mein Empfinden ging das ganze sehr schnell. Vom Absagen der ersten Fußballspiele bis zur Einschränkung der sozialen Kontakte in der Öffentlichkeit vergingen 1,5 Wochen.

Was vor 2 Wochen noch als Tabu galt (ein Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach abzusagen) ist 2 Wochen später Normalität. Wann wurden wir jemals dazu gezwungen oder hatten gar die Chance so herunterzufahren?

Wie solidarisch sind wir wirklich?

Man kann es auch als Test an uns selbst und die Gesellschaft sehen. SOLIDARITÄT wird immer großgeschrieben. Aber sind wir in der Realität wirklich solidarisch? Können wir uns zum Wohl Älterer und Schwächerer zurücknehmen? Können wir unser gewohntes Leben einschränken? In Deutschland ist man eher selten in Not. Sind wir bereit zu helfen? Die Frage ist nicht mehr theoretischen Natur. Die Natur stellt uns nun mit voller Gewalt und Geschwindigkeit vor die praktische Herausforderung. Ich denke an dieser Stelle kann jeder viel über sich selbst lernen.

Schon mal über den Tod oder die eigene Gesundheit nachgedacht?

Die Corona-Krise führt uns auch den Tod wieder etwas näher. Ein äußerer Einfluss, der nicht nur weit weg irgendwo in Asien ist, zwingt uns dazu uns über unsere Gesundheit und deren Wichtigkeit nachdenken zu lassen. So empfinde ich es zumindest. Mir selbst ist meine Gesundheit sehr wichtig und ich bemühe mich um eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und möglichst gesund zu leben.

Ich rauche nicht (mehr) und wenn ich Stress im Job habe versuche ich das schnell zu erkennen und mit den entsprechenden Maßnahmen wie Yoga oder andere Formen der Entspannung entgegenzuwirken. Aber wie viele Menschen kenne ich, die zumindest auf den ersten Blick mit Ihrer Gesundheit eher leichtfertig umgehen oder sich gar  überhaupt keine Gedanken darum zu machen scheinen. Plötzlich scheint auch das Thema Gesundheit in den Vordergrund der Gedanken zu kommen.

Die Auseinandersetzung mit dem Tod führt natürlich auch niemand gerne. Das ist menschlich. Aber dieser Tage beschäftigt man sich auch damit. Meiner Meinung nach ist das sogar gut es zu tun. Wenn man damit gedanklich abgeschlossen hat, lässt es sich doch unbeschwerter Leben und der eine oder andere schätzt das Gute im Leben. Durch das Strampeln im Hamsterrad unserer modernen Gesellschaft kommt der Genuss und die Dankbarkeit für die guten und schönen Dinge, die wirklichen Dinge die das Leben ausmachen viel zu kurz. Die Krise lehrt uns Dankbarkeit, da bin ich mir sicher!

Kontrolle nicht möglich

Wir Menschen neigen dazu alles in unserem Leben kontrollieren zu wollen. Das klappt normalerweise auch ganz gut. Wenn aber jetzt ein vom Einzelnen nicht kontrollierbares Ereignis eintrifft, dann merkt jeder Einzelne wie winzig und unwichtig wir in Wirklichkeit vielleicht sind.

Natürlich versuchen die Fachleute und Regierungen nun den Virus unter Kontrolle zu bringen. Aber jeder Einzelne ist auf genau diese Instanzen angewiesen. Wir müssen vertrauen und das tun, was uns die Regierungen bitten zu tun. Selbst kann man nichts machen. Das ähnelt einem Kontrollverlust in den eigenen 4 Wänden. Das mögen wir Menschen nicht. Lehrt uns aber wieder etwas. WIR KÖNNEN NICHT ALLES KONTROLLIEREN. Das muss jeder akzeptieren. Wenn man das tut, lebt es sich viel unbeschwerter.

Nach Corona – Die Debatten werden anders geführt

Natürlich wird es eine Zeit nach Corona geben. Es wird auch wieder eine Zeit steigender Börsenkurse geben. Wie schnell das passiert kann keiner Vorhersagen. Auch weiß keiner wie tief es noch geht. Ich glaube fest daran das mit einem Anlagehorizont größer 10 Jahre wir auch über die Höchststände von einst sein werden. Deutlich höher.

Warum ich das glaube?
Nun, faktisch betrachtet schützen 90 % der Bevölkerung derzeit 10 % der Bevölkerung vor dem Virus. Wenn man den Forschern glauben kann ist das Coronavirus für gesunde und nicht vorerkrankte Menschen eher harmlos. Wenn man sich einmal infiziert hat, wird man sogar immun für einen gewissen Zeitraum. Genau diese eher jüngeren und nicht vorerkrankten Menschen erbringen die wirtschaftliche Leistung weltweit. Oder wie Frau Merkel sagte: Halten den Laden am Laufen. Wenn das Virus also einmal durch ist, unser Gesundheitswesen das ganze überstanden hat, warum kann die Wirtschaft dann nicht genau da weiter machen, wo sie aufgehört hat? Die Arbeitskräfte dazu wären also da. Es kann nur sein das es lange dauert bis wir wieder da sind, wo wir einst waren.

Auf dem Weg dahin werden viele politische Debatten geführt werden. Auch Debatten die vor der Krise geführt wurden. Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass unter dem Vorzeichen der Corona-Krise viele Dinge völlig anders diskutiert werden. Umweltschutz, Globalisierung, Wachstum um mal einige wenige zu nennen.

  • Wird man sich nochmal so abhängig von Lieferketten machen?
  • Unternehmen gehen insolvent, weil sie kein finanzielles Polster unter geringen Margen aufbauen konnten: Müssen 1 kg Hähnchenschenkel im Angebot 1,99 € kosten?

Zwei beispielhafte Punkte, die mir in Gedanken kamen als ich diesen Artikel geschrieben habe. Die Argumentationslage wird sich völlig verändern und ich finde das birgt für die Menschheit enorme Chancen die Dinge vielleicht in Zukunft besser machen zu können.

In diesem Sinne wünsche ich allen Gesundheit und die Kraft die Chancen zu erkennen die selbst in einer solchen Krise stecken.

Kapitalistische Grüße
Dirk

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